Treffen des Internationalen Jugendnetzwerkes

„Yo tengo una pulgita“  (span.: ich habe einen Floh) hieß es immer wieder während dem 1. Treffen des internationalen Jugendnetzwerkes, bei dem auch zwei aus unserem Kinderrechtsteam dabei waren. Doch keine Angst, das heißt jetzt nicht, dass wir eine Flohplage hatten, nein, es ist ein Sprechspiel, bei welchem einer diesen Satz sagt und dann nach vorgegebenen Muster fortfährt, sodass immer wieder jemand anderes an der Reihe ist.

Dieses „Spiel“ zeigt, so finden wir, dass sich Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern mit den unterschiedlichsten Sprachen verstehen können und Spaß haben, so wie es auch während den fünf Tagen, die wir im September in Bad Iburg zusammenverbrachten, der Fall war.

Extra angereist waren über 20 Jugendliche aus 12 verschiedenen Ländern, darunter Kolumbien, Chile, Südafrika, Indien oder auch Deutschland. Auf dem Programmpunkt stand auch die Vorstellung der einzelnen Regionen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass es für Dada, die Teilnehmerin aus Thailand, ziemlich schwierig war die thailändische Staatsbürgerschaft zu erhalten, da ihre Eltern aus Burma geflohen waren. Ohne Staatsbürgerschaft hat man aber Schwierigkeiten seine Rechte einzufordern. Zum Glück hat Dada aber die thailändische Staatsbürgerschaft vor ein paar Jahren erhalten.

Natürlich sollten während dem Treffen auch die verschiedenen Kulturen nicht zu kurz kommen, deshalb wurde auch ein kultureller Abend veranstaltet, zu dem jeder Spezialitäten aus seinem Land mitgebracht hatte, traditionelle Tänze aufgeführt und Lieder gesungen wurden.

Ein weiteres Highlight war unter anderem der Besuch des Klimahauses in Bremerhaven, da das schließlich aktuell ziemlich gut zu unserem Thema ökologische Kinderrechte passte.  Anschließend fuhren wir sogar weiter bis nach Dorum, um unseren Gästen noch einen „typischen“ Lebensraum zu zeigen den es sonst so nur in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gibt  – das Wattenmeer.

Im Laufe der Woche hatten wir dann immer wieder auch die Möglichkeit uns Gedanken über unsere weitere Vorgehensweise zu machen. So haben wir nun ein Forum, über welches wir uns austauschen können, außerdem werden wir die Aktion „Meine Idee für Rio“ international durchführen. Wir haben ebenfalls ein Video für den Global Action Day“, den 3. Dezember in Südafrika gedreht. An diesem Tag finden Protestveranstaltungen vieler Organisationen, darunter auch terre des hommes-Partner, anlässlich der Klimakonferenz in Durban statt. Es werden große Firmen zusammen über die Nachhaltigkeitsfrage diskutieren. Mit unserem Video möchten wir unsere Forderungen zu einer nachhaltigen Umweltpolitik miteinbringen.

Über das Netzwerk wollen wir gemeinsam Aktionen entwickeln, um diese dann international umzusetzen.

Unser Ziel, welches wir uns fürs erste gesetzt haben, ist die Einbringung unserer Forderungen während der UN-Nachhaltigkeitskonferenz in Rio de Janeiro im Juni 2012. Dazu soll auch eine internationale Jugenddelegation hinreisen und unser Netzwerk vertreten.

Um noch einmal zum Treffen zurückzukommen, da wir der Meinung waren, dass man ein Land und deren Kultur besser verstehen und kennenlernen kann, wenn man mal den Alltag miterlebt, luden wir deutschen Teilnehmer, die internationalen Gäste zu uns nach Hause ein. So kam es, dass auch wir vom Kinderrechtsteam Nojoud den 17-jährigen Gonzalo aus Chile für zwei Tage zu Gast hatten. Wir haben ihn mitgenommen in die Schule und haben ihm Rastatt gezeigt. Anschließend fuhren wir gemeinsam nach Stuttgart zu tdh-open und Vamos, dem Kinderrechtsteam Treffen.

Leider war das Treffen nach knapp 1 ½ Wochen auch schon wieder vorbei. Nun, da alle wieder bei sich zu Hause sind, hoffen wir, dass wir unsere Ziele, die wir uns gesetzt haben auch erreichen und uns eines Tages auch mal wiedersehen!

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terre des hommes open in Stuttgart/Vamos

Wie im vergangenen Jahr  fuhr unser Team  wieder zum jährlichen  „Vamos-Treffen“, einem Treffen zu dem alle Kinder- und Jugendteams aus ganz Deutschland eingeladen werden. Dieses Jahr fand es in der wunderschönen Hauptstadt von Baden-Württemberg statt, in Stuttgart. Doch dieses Jahr fand  parallel zu „Vamos“ eine, nur alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung statt: Tdh- Open.  Tdh-Open bietet den Projektpartnern und den Aktiven von terre des hommes  aus Ländern wie zum Beispiel Chile oder Indien die Möglichkeit sich auszutauschen und sich kennenzulernen.

Alles begann am 30. September. Wir kamen mit viel Sonne im Gepäck in Stuttgart an und wurden in einer sehr hübschen Jugendherberge untergebracht. Nach dem Einbeziehen der Zimmer genossen wir erst mal ein leckeres Abendessen  auf dem Balkon, mit Blick über die Stuttgarter  City. Danach gingen wir zur  Eröffnungsveranstaltung von tdh-Open, die in der Waldorfschule stattfand.  Am nächsten Tag dann, dem 1. Oktober  gingen wir schon früh morgens auf den Schlossplatz und halfen mit, die Bühne aufzubauen.  Mittags dann, traf Babara Schöneberger ein, die unsere Bühnenaktion zusammen Johanna Mayer und zwei anderen Jugendlichen aus Stuttgart moderierte. Auf der Bühne wurden Tanz und Musik dargeboten und wir informierten die Zuschauer anhand von lustigen Sketches über unsere Forderungen bezüglich des Schwerpunktthemas „Ökologische Kinderrechte“.

Um den Erfolg der Bühnenaktion zu feiern hatten wir abends die Möglichkeit, in den Wagenhallen uns von Michael Dikizeyeko & Band verzaubern zu lassen. Wir mussten dann leider schon um 22 Uhr los und nur noch alle über 18jährigen  konnten dann die Gruppen Volxtanz und Swim Bird Fly sehen.

Am nächsten und leider schon letzten Tag, fanden tolle Workshops statt in denen sich zum Beispiel Auslandsregionen von tdh vorstellten. Zum Abschluss des Wochenendes haben wir dann noch alle zusammen „yo tengo una pulguita“ , ein einfaches Kinderlied aus Südamerika, das allen übers Wochenende ans Herz gewachsen ist, gesungen.

GBUlabum hat unter anderem einen Film über tdh open und Vamos erstellt.