Internationale Jugendliche zu Gast am Tulla-Gymnasium in Rastatt

Precious, Kick und Rahma haben ein strammes Programm vor sich: Die drei jungen Frauen aus Südafrika, Thailand und Indonesien sind im Tulla Gymnasium und haben Bilder und viele Infos mitgebracht von den Orten, in denen sie leben und sich engagieren. Alle drei kommen aus Projekten, in denen es um Umwelt- und Gewässerschutz sind. Die Projekte werden von terre des hommes gefördert. Wasser und der Schutz dieses kostbaren Guts ist das übergreifende Thema. Wie sie sich für sauberes Wasser in ihren ganz unterschiedlichen Lebenswelten engagieren, erzählen sie heute Schülerinnen und Schülern aus den 6., 10. Und 11. Klassen am Gymnasium. Warum sie eigentlich hier sind, wird als erstes gefragt. Precious erklärt, dass sie eine Internationale Jugendkonferenz für das Recht auf Wasser besucht haben. Die hat am 22. März, dem Weltwassertag, stattgefunden. In Osnabrück hatten sich 150 deutsche Schülerinnen und Schüler und acht junge Menschen aus den Projekten von terre des hommes über Umweltschutz und die Bedeutung von Wasser ausgetauscht.

BildDie Schüler staunten nicht schlecht, als sie von Precious aus Südafrika erfuhren, dass sie in der Nähe einer Ölraffinerie wohnt. In Durban, der Heimatstadt der 19-jährigen, ist es normal, dass sich eine ganze Wohnsiedlung direkt neben Industriegebieten befindet. In den Schulen in dieser Gegend Durbans wird denn auch häufig der Ernstfall geprobt, wenn es eine Explosion oder andere Unfälle in den nahen Fabriken gibt. Dann gilt es, so schnell wie möglich alle Kinder in Sicherheit zu bringen. Mit dem täglichen Risiko und den stinkenden Gerüchen und verseuchten Abwässern müssen die Menschen in diesem Teil Durbans ebenfalls leben. Isabel Meyer  aus der 11. Klasse ist beeindruckt: „Der Vortrag hat bei mir viele neue Eindrücke hinterlassen. Eigentlich weiß man von der Umweltverschmutzung in anderen Ländern. Wenn dann aber Jugendliche, die auch nicht viel älter sind als wir, von der Situation berichten, dann ist uns das Thema viel präsenter.“

Kick, die eigentlich Yaowalak heißt und aus Thailand kommt, berichtet von der Kampagne „Our Rivers – Our Life“, an der sich neben Thailand noch sechs andere Länder Südostasiens beteiligen. Ziel ist, die großen Flüsse wie den Mekong, Cisadane und Salween zu schützen – und damit die Lebensgrundlage von Millionen Menschen zu sichern. Auch Rahma aus Indonesien engagiert sich für saubere Flüsse und erklärt den erstaunten Schülern aus Rastatt, dass sich viele Unternehmen an Flüssen ansiedeln und ihre Abwässer einleiten. Spannend, so war der Tenor der Tulla-Gymnasiasten. Es sei eben doch was anderes, von Umweltverschmutzungen im Fernsehen oder Zeitungen zu erfahren oder Gleichaltrige vor sich zu haben, die davon erzählen, wie es in ihren Ländern um den Umweltschutz bestellt ist. Antonija Prgomet  aus der 6. Klasse: „Ich fand den Vortrag sehr cool. Dabei habe ich viel gelernt, da ich von einigen Dingen erfahren habe, von denen ich nichts wusste. So hat mich die andere Lebensweise erstaunt. Und Tim Mühlig-Versen ergänzt: „Der Vortrag war sehr interessant. Ich finde das Engagement der drei Mädchen toll und bin erstaunt, dass sie so viel auf die Beine stellen und schon Bewusstsein bei kleinen Kindern wecken.“IMG_4451

Rastatter Schloss

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