Paula malt einen malträtierten Erdball Zum UN-Gipfel: Banner-Aktion von terre des hommes für ökologische Kinderrechte

Muggensturm. Im Juni dieses Jahres findet in Rio de Janeiro in Brasilien der UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung statt. Dazu hat das Kinderhilfswerk terre des hommes im Rahmen einer Kampagne zu den „ökologischen Kinderrechten“ eine Banner-Aktion mit dem Titel „Deine Botschaft für Rio“ gestartet.
Auch 49 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule in Muggensturm (4a und 4b) haben sich gestern Morgen daran beteiligt und dabei ihre Wünsche und Forderungen an die Politik künstlerisch zum Ausdruck gebracht. Die Idee einer Aktion an der Albert-Schweitzer-Schule stammte von dem in der Region ansässigen Kinderrechtsteam Nojoud. „Ich bin hier in die Grundschule gegangen“, berichtet Teamgründerin Sophie Uhing, die auch den Kontakt hergestellt hat. Zuerst erarbeiteten die Schüler zusammen mit dem achtköpfigen Nojoud-Team mit Begeisterung und Interesse das Thema „ökologische Kinderrechte“, bevor sie kreativ werden und ihre Gedanken, Ideen und Eindrücke mit Pinsel, Farbe, Schaffensfreude und Fantasie als Bildbotschaften auf die Stoffbanner aufmalen durften. Auf den Tüchern prangte oben in der linken Ecke ein kleines „gelbes Ortsschild“ mit dem Hinweis: „Kinder haften für ihre Eltern. Genug geredet – ökologische Kinderrechte achten!“. Bei der Aktion sollen in Deutschland rund 2500 bemalte Stoffbanner gesammelt werden, die auch bei lokalen Veranstaltungen gezeigt werden können, „aktuell sind es um die 1 000“, sagt Uhing. Eine Auswahl von etwa 500 Bannern werde zum Nachhaltigkeitsgipfel in Rio mitgenommen und dort von einer internationalen Kinder- und Jugenddelegation präsentiert, erzählt die 14-jährige Muggensturmerin, die derzeit die neunte Klasse des Tulla-Gymnasiums in Rastatt besucht. Im Februar 2009 gründete sie zusammen mit neun Freunden das Team Nojoud, das aktuell zwölf Mitglieder aus Rastatt und Umgebung im Alter von elf bis 15 Jahren zählt.

„Als eines von rund 30 bundesweit tätigen Kinderrechtsteams von terre des hommes machen wir bei verschiedenen Aktionen auf die Verletzungen von Kinderrechten aufmerksam. Wir wollen die Menschen zum Nachdenken anregen und ihnen aufzeigen, unter welchen Lebensbedingungen viele Kinder leben müssen“, erläutert Uhing – und ist auch gleich wieder beim diesjährigen Hauptthema, den ökologischen Kinderrechten. Diese würden als das Recht jedes Kindes definiert, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Es gehe dabei vor allem um die Auseinandersetzung mit Themen wie Klimawandel, Ressourcenschutz und Umweltverschmutzung, erklärt die 14-Jährige, die übrigens selbst bei der Präsentation der Stoffbanner in Rio de Janeiro mit von der Partie sein wird. Die Banner-Aktion biete Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen die Möglichkeit, selbst etwas für eine lebenswerte Zukunft zu tun und sich künstlerisch mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen.
„Jeder kann etwas tun und in seinem Leben einen Beitrag zur Rettung des Planeten leisten“, ist Uhing überzeugt. Auch die jungen Künstler der Albert-Schweitzer-Schule brachten ihre Botschaft für Rio deutlich zum Ausdruck. Fabienne und Paula bemalten ihre Banner mit einem malträtierten Erdball, einem ausgetrockneten Fluss und Kindersoldaten hinter Stacheldrahtzäunen. Lena und Ronja setzten die „gute, paradiesische Welt“ in Kontrast zur „schlechten, vergifteten und verseuchten“.

Ralf Joachim Kraft (BNN 01.03.2012)

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Straßenkind für einen Tag 2011

Straßenkind für einen Tag ist eine von terre des hommes ausgerufene Aktion, die jedes Jahr von Kinderrechtsteams aus ganz Deutschland  veranstaltet wird. Das Ziel dabei ist es,  Spenden für Straßenkinderprojekte von terre des hommes zu sammeln und die Leute über Straßenkinder zu informieren. Dazu schlüpfen Kinder und Jugendlich in die Rolle eines Straßenkindes, putzen  Schuhe, waschen Autos oder verkaufen Sachen über einen Bauchladen.
Wie in den beiden Jahren zuvor, haben wir teilgenommen und einen Infostand organisiert. Außerdem haben wir noch Freundschaftsbändchen, unsere selbstgeschriebene Zeitung sowie andere Kleinigkeiten gegen eine Spende abgegeben.
Obwohl es anfangs nicht sehr gut aussah, konnten wir gegen Ende 200€ an Spenden verbuchen, die nun der Fundacion La Paz zu Gute kommen, einem Projekt in Bolivien , das sich um die Schulausbildung von Straßenkindern kümmert.

Hier nun noch einige Eindrücke von unserer Aktion 2011:


Basar mit Kunstmarkt

Am 13. November 2011 präsentierten wir uns als Kinderrechtsteam Nojoud auf dem alljährlichen Herbstbasar der „Terre des hommes“ Murgtalgruppe in Kuppenheim. Wir hatten einen kleinen Flohmarkt organisiert und verkauften einige Kleinigkeiten, darunter Schlüsselanhänger und Tischläufer, aus einem Projekt in Burkina Faso. Dieses wird zwar nicht von Terre des hommes unterstützt, ermöglicht aber Schulkinder ein Mittagessen und finanziert dazu noch ein Waisenhaus. Außerdem sammelten wir rote Handabdrücke gegen den Einsatz von Kindersoldaten, wovon wir dieses Mal über zwanzig zusammen bekamen. Insgesamt sammelten wir 320 € an Spenden.

Vom Sprecher der Murgtalgruppe Heinz Wolf bekamen wir das Buch „New Generation“ überreicht. Das Buch wurde von Jugendlichen der HLA Gaggenau geschrieben und vereint verschiedene Kurzgeschichten der Schüler. Ein Teil des Bucherlöses spendeten die Jugendlichen an die tdh Murgtalgruppe.


Treffen des Internationalen Jugendnetzwerkes

„Yo tengo una pulgita“  (span.: ich habe einen Floh) hieß es immer wieder während dem 1. Treffen des internationalen Jugendnetzwerkes, bei dem auch zwei aus unserem Kinderrechtsteam dabei waren. Doch keine Angst, das heißt jetzt nicht, dass wir eine Flohplage hatten, nein, es ist ein Sprechspiel, bei welchem einer diesen Satz sagt und dann nach vorgegebenen Muster fortfährt, sodass immer wieder jemand anderes an der Reihe ist.

Dieses „Spiel“ zeigt, so finden wir, dass sich Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern mit den unterschiedlichsten Sprachen verstehen können und Spaß haben, so wie es auch während den fünf Tagen, die wir im September in Bad Iburg zusammenverbrachten, der Fall war.

Extra angereist waren über 20 Jugendliche aus 12 verschiedenen Ländern, darunter Kolumbien, Chile, Südafrika, Indien oder auch Deutschland. Auf dem Programmpunkt stand auch die Vorstellung der einzelnen Regionen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass es für Dada, die Teilnehmerin aus Thailand, ziemlich schwierig war die thailändische Staatsbürgerschaft zu erhalten, da ihre Eltern aus Burma geflohen waren. Ohne Staatsbürgerschaft hat man aber Schwierigkeiten seine Rechte einzufordern. Zum Glück hat Dada aber die thailändische Staatsbürgerschaft vor ein paar Jahren erhalten.

Natürlich sollten während dem Treffen auch die verschiedenen Kulturen nicht zu kurz kommen, deshalb wurde auch ein kultureller Abend veranstaltet, zu dem jeder Spezialitäten aus seinem Land mitgebracht hatte, traditionelle Tänze aufgeführt und Lieder gesungen wurden.

Ein weiteres Highlight war unter anderem der Besuch des Klimahauses in Bremerhaven, da das schließlich aktuell ziemlich gut zu unserem Thema ökologische Kinderrechte passte.  Anschließend fuhren wir sogar weiter bis nach Dorum, um unseren Gästen noch einen „typischen“ Lebensraum zu zeigen den es sonst so nur in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gibt  – das Wattenmeer.

Im Laufe der Woche hatten wir dann immer wieder auch die Möglichkeit uns Gedanken über unsere weitere Vorgehensweise zu machen. So haben wir nun ein Forum, über welches wir uns austauschen können, außerdem werden wir die Aktion „Meine Idee für Rio“ international durchführen. Wir haben ebenfalls ein Video für den Global Action Day“, den 3. Dezember in Südafrika gedreht. An diesem Tag finden Protestveranstaltungen vieler Organisationen, darunter auch terre des hommes-Partner, anlässlich der Klimakonferenz in Durban statt. Es werden große Firmen zusammen über die Nachhaltigkeitsfrage diskutieren. Mit unserem Video möchten wir unsere Forderungen zu einer nachhaltigen Umweltpolitik miteinbringen.

Über das Netzwerk wollen wir gemeinsam Aktionen entwickeln, um diese dann international umzusetzen.

Unser Ziel, welches wir uns fürs erste gesetzt haben, ist die Einbringung unserer Forderungen während der UN-Nachhaltigkeitskonferenz in Rio de Janeiro im Juni 2012. Dazu soll auch eine internationale Jugenddelegation hinreisen und unser Netzwerk vertreten.

Um noch einmal zum Treffen zurückzukommen, da wir der Meinung waren, dass man ein Land und deren Kultur besser verstehen und kennenlernen kann, wenn man mal den Alltag miterlebt, luden wir deutschen Teilnehmer, die internationalen Gäste zu uns nach Hause ein. So kam es, dass auch wir vom Kinderrechtsteam Nojoud den 17-jährigen Gonzalo aus Chile für zwei Tage zu Gast hatten. Wir haben ihn mitgenommen in die Schule und haben ihm Rastatt gezeigt. Anschließend fuhren wir gemeinsam nach Stuttgart zu tdh-open und Vamos, dem Kinderrechtsteam Treffen.

Leider war das Treffen nach knapp 1 ½ Wochen auch schon wieder vorbei. Nun, da alle wieder bei sich zu Hause sind, hoffen wir, dass wir unsere Ziele, die wir uns gesetzt haben auch erreichen und uns eines Tages auch mal wiedersehen!


Treffen im Juni

Am 24. Juni fuhren wir nach Bad Honnef zu einem Treffen von Jugendlichen aus Deutschland und zu  der Mitgliederversammlung von terre des hommes, um dort unsere Bilder zum Thema Kindersoldaten vorzustellen sowie um über verschiedene Themen zu diskutieren. Anwesend waren unter anderem Teams aus Berlin, Dortmund, Neuss oder Aachen sowie Projektpartner von den Philippinen und aus Kolumbien.

Am Samstag erzählten uns die Projektpartner dann etwas über ihre Projekte, so erfuhren wir zum Beispiel wie Partnerorganisationen, in diesem Fall in Süd-Ost-Asien, von terre des hommes versuchen, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig noch Jugendliche bei der Arbeit miteinbeziehen. So werden z.B. Unterrichtsmaterialien hergestellt und Projekttage organisiert, bei denen Veränderungen an einem Fluss untersucht werden. Der Projektkoordinator von Südamerika erzählte uns z.B. etwas über Projekte, die sich gegen Gewalt richten und präsentierte uns selbstgeschriebene Lieder aus den Projekten.                                                                                                                                                       Am Nachmittag hatten wir dann die Möglichkeit unsere Bilder zu präsentieren und uns über andere Gruppen zu informieren. Später dann überlegten wir uns mit anderen Jugendlichen zusammen , wie wir über das Internet eine nationale Plattform zum Austausch der Kinderrechtesteams und JugendAGs aufbauen könnten.  Außerdem haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir die Zeit mit den Jugendlichen gestalten könnten, die im September während tdh open nach Deutschland kommen werden.
Am Abend bemalten wir dann noch Banner für die Aktion „Meine Idee für Rio“ zum Thema ökologische Kinderrechte. Der Tag schloss  mit einem gelungenem afrikanischen Abend ab.

Am nächsten Tag stellten wir unsere Ergebnisse des Wochenendes den Teilnehmern der Mitgliederversammlung vor, welche bei den erwachsenen Mitgliedern gut ankamen. So wollen wir das nationale Jugendnetzwerk dazu nutzen, Aktionsideen und-ergebnisse zu sammeln und zusammen neue Aktionen zu entwickeln. Mit den Jugendlichen, die im September über tdh open nach Deutschland reisen werden, wollen wir am Wochenende vor tdh open ein Treffen organisieren und z.B. über ein gemeinsames Thema diskutieren, ihen aber auch etwas typisch deutsches zeigen (Wattenmeer o.ä.)
 Nachdem wir unsere Ergebnisse präsentiert hatten, gingen wir zu einer Feedback-Runde über das Wochenende über. Schließlich hieß es auch schon Abschied nehmen von den neu gefundenen Freunden.

Im August wird aber voraussichtlich noch ein Treffen in Düsseldorf stattfinden, bei dem wir uns genauer mit dem Austausch von Kinderrechtsteams auf facebook und Co. sowie mit dem Treffen mit den Projektpartnern im September beschäftigen werden und unsere Ideen vom Wochenende weiterentwickeln werden.

Das Wochenende war sehr gelungen, interessant und lustig! Es ist immer wieder interessant sich mit Gleichaltrigen austauschen zu können und gemeinsam Ideen zu entwickeln!

Links:

Infos zu tdh open

Infos zu ökologischen Kinderrechten


Startaktion der Kampagne „ökologische Kinderrechte“

Am 27. Mai 2011 fuhr unser Kinderrechtsteam nach Frankfurt zum Kindermuseum, um dort an der Startaktion der Kampagne „Kinder haften für ihre Eltern. Genug geredet- ökologische Kinderrechte achten!“ teilzunehmen.  Neben  unserem Team war noch das Kinderrechtsteam Bela Talente aus Hannover sowie eine Schulklasse aus Heidelberg anwesend.

Wir kamen pünktlich zur Pressekonferenz an, an der Thomas Ranft, der TV-Moderator im Hessischen Rundfunk, Maxi Biewer, Wettermoderatorin bei RTL, Anja Roth, Moderatorin der Nachrichtensendung Logo, Danuta Sacher, die Geschäftsführerin von terre des hommes und Francesca Sciannimanica, terre des hommes Jugendbotschafterin teilnahmen.  Nach der Pressekonferenz begannen wir damit, Banner mit Motiven passend zu dem Thema ökologische Kinderrechte zu bemalen. Solche Banner sollen immer wieder bei verschiedenen Aktionen in ganz Deutschland gestaltet werden und letztendlich gesammelt werden, um sie bei terre des hommes open im September/ Oktober 2011 sowie, wenn möglich, in Rio de Janeiro in einem Jahr zusammen als große Leinwand aufzuziehen. Leider fing es, als wir gerade am Bemalen waren, an zu regnen. Deshalb musste die gesamte Aktion früher abgebrochen werden. Wir nutzten die Möglichkeit und malten in einem Zimmer des Museums weiter. Trotz allem hat es uns sehr viel Spaß bereitet! Wir möchten nun die Bannermal-Aktion  auch hier in unserer Region durchführen. Bei Interesse und Fragen können Sie sich jederzeit bei uns melden: sophie.uhing@gmx.de


Regionalkonferenz 2011

Am 12. Februar fand die Regionalkonferenz  von terre des hommes Süd-West in Karlsruhe statt. Neben den Arbeitsgruppen aus der Region u.a. aus Freiburg, Stuttgart und dem Murgtal war auch   unser Kinderrechtsteam mit neun Mitgliedern  vertreten. Wir hatten die Möglichkeit, unser  Team und unsere Bilder aus dem Kunstworkshop zum Thema Kindersoldaten vorzustellen. Ergebnis ist, das unsere Bilder voraussichtlich Ende Juni auf der Mitgliederversammlung in Bad Honnef und während terre des hommes open in Stuttgart Anfang Oktober ausgestellt werden. Wir würden uns über weitere Interessenten aus der Region freuen.  Wer das Thema Kindersoldaten mit unserer Ausstellung aufgreifen möchte, kann sich gerne an uns wenden: sophie.uhing@gmx.de