Deine Idee für Rio

Während in Deutschland Trinkwasser verschwendet wird, sterben auf der Welt jährlich immer noch 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die durch verunreinigtes Trinkwasser hervorgerufen werden. Um auf diese und andere Umweltskandale aufmerksam zu machen und sich für Besserungen einzusetzen, hat terre des hommes die Kampagne „Kinder haften für ihre Eltern“ ins Leben gerufen. In diesem Rahmen wurde die Aktion „Deine Idee für Rio“ gestartet, bei der weltweit rund 2000 Banner von Kinder- und Jugendgruppen mit Forderungen und Wünschen zu ökologischen Kinderrechten bemalt wurden. Anschließend wurden diese Banner bei verschiedensten Aktionen vor und während der UNO-Umweltkonferenz in Rio eingesetzt.

Die UN-Nachhaltigkeitskonferenz fand im Juni in Rio de Janeiro in Brasilien statt. Schon zwei Wochen vorher begannen die ersten Veranstaltungen des Rahmenprogramms. Dazu gehörten der offizielle Jugendgipfel (Youth Blast) oder der Gipfel der Zivilgesellschaft, auch als People’s Summit bekannt. Terre des hommes wurde dabei von einer internationalen Jugenddelegation vertreten. Gemeinsam haben wir bei verschiedenen Gelegenheiten eine Auswahl an Bannern präsentiert, in Workshops neue Banner gestaltet und mit diesen zum Beispiel an einer Demonstration in Rio teilgenommen und uns für die Durchsetzung unserer Forderung nach ökologischen Kinderrechten eingesetzt.

Obwohl von Anfang an klar war, dass die Konferenz nicht das bewirken würde, was eigentlich notwendig wäre, ist das Ergebnis enttäuschend. Terre des hommes beispielsweise wollte erreichen, dass in das Abschlussdokument die Forderung nach einer Ombudsstelle aufgenommen wird. Die Ombudsperson soll politische Entscheidungen auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüfen, Informationsstelle sein und sicherstellen, dass auf die Interessen zukünftiger Generationen Rücksicht genommen wird. Selbst dieses Ziel konnte nicht erreicht werden. Mal wieder hat sich gezeigt, dass wir junge Menschen uns auf die Politiker auf so großen Konferenzen nicht verlassen sollten. Aber: Immerhin hatten wir die Möglichkeit, den deutschen Umweltminister Peter Altmaier sowie deutsche Bundestagsabgeordnete zu treffen und uns so für eine Ombudsstelle wenigstens in Deutschland einzusetzen. Damit bleibt die Hoffnung, dass wir das zumindest in Deutschland durchsetzen. Gut war auch, dass wir beispielsweise auf dem offiziellem Jugendgipfel die Chance bekamen, Erfahrungen auszutauschen, zu diskutieren, an Workshops teilzunehmen und uns zu vernetzen. Gerade internationale Vernetzung ist ein wichtiges Element, um zukünftig mehr Druck auf Politiker/innen auszuüben. Außerdem sollte die Wirkung der Öffentlichkeitsarbeit nicht unterschätzt werden. Die Medienberichterstattung hat die vielfältigen Umweltprobleme zumindest für eine paar Wochen wieder in den Vordergrund gerückt. Vielleicht führt dies zu einem Bewusstseinswandel und damit zu einem veränderten Handeln der Menschen, schließlich steht unsere Zukunft auf dem Spiel.

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Von Copacabana nach Rio

Seit Ende Mai zieht eine internationale Theaterkarawane von Copacabana am Titikakasee in Bolivien  zur Copacabana in Rio de Janeiro, wo Ende Juni der UN-Nachhaltigkeitsgipfel stattfindet. Die Theaterkarawane macht halt an verschiedenen Orten, die zum Teil auch mit Umweltproblemen zu kämpfen haben. Vor Ort werden Theaterstücke aufgeführt, Diskussionen organisiert, Forderungen gesammelt. Mit dabei sind auch Francesca und Fabienne aus Deutschland. Momentan halten sie sich in Cochabamba, Bolivien auf. Von ihren Eindrücken erzählen die beiden in einem Blog.

Francesca und Fabienne zusammen mit südamerikanischen Teilnehmenden der Theaterkarawane, die zum Rio+20 Gipfel reist.


Film über terre des hommes open und Vamos – eine GBUlabum Produktion

Dominik und Joshua von GBUlabum erstellen regelmäßig interessante Beiträge zu Musik und Kultur, so z.B. auch über die Veranstaltungen terre des hommes open und Vamos im September in Stuttgart. Die beiden sind, genau wie wir auch, bei terre des hommes mit zahlreichen Aktionen aktiv.

Es lohnt sich in jedem Fall, sich zu informieren, schauen Sie selbst:
Film über terre des hommes open und Vamos

Paula malt einen malträtierten Erdball Zum UN-Gipfel: Banner-Aktion von terre des hommes für ökologische Kinderrechte

Muggensturm. Im Juni dieses Jahres findet in Rio de Janeiro in Brasilien der UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung statt. Dazu hat das Kinderhilfswerk terre des hommes im Rahmen einer Kampagne zu den „ökologischen Kinderrechten“ eine Banner-Aktion mit dem Titel „Deine Botschaft für Rio“ gestartet.
Auch 49 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule in Muggensturm (4a und 4b) haben sich gestern Morgen daran beteiligt und dabei ihre Wünsche und Forderungen an die Politik künstlerisch zum Ausdruck gebracht. Die Idee einer Aktion an der Albert-Schweitzer-Schule stammte von dem in der Region ansässigen Kinderrechtsteam Nojoud. „Ich bin hier in die Grundschule gegangen“, berichtet Teamgründerin Sophie Uhing, die auch den Kontakt hergestellt hat. Zuerst erarbeiteten die Schüler zusammen mit dem achtköpfigen Nojoud-Team mit Begeisterung und Interesse das Thema „ökologische Kinderrechte“, bevor sie kreativ werden und ihre Gedanken, Ideen und Eindrücke mit Pinsel, Farbe, Schaffensfreude und Fantasie als Bildbotschaften auf die Stoffbanner aufmalen durften. Auf den Tüchern prangte oben in der linken Ecke ein kleines „gelbes Ortsschild“ mit dem Hinweis: „Kinder haften für ihre Eltern. Genug geredet – ökologische Kinderrechte achten!“. Bei der Aktion sollen in Deutschland rund 2500 bemalte Stoffbanner gesammelt werden, die auch bei lokalen Veranstaltungen gezeigt werden können, „aktuell sind es um die 1 000“, sagt Uhing. Eine Auswahl von etwa 500 Bannern werde zum Nachhaltigkeitsgipfel in Rio mitgenommen und dort von einer internationalen Kinder- und Jugenddelegation präsentiert, erzählt die 14-jährige Muggensturmerin, die derzeit die neunte Klasse des Tulla-Gymnasiums in Rastatt besucht. Im Februar 2009 gründete sie zusammen mit neun Freunden das Team Nojoud, das aktuell zwölf Mitglieder aus Rastatt und Umgebung im Alter von elf bis 15 Jahren zählt.

„Als eines von rund 30 bundesweit tätigen Kinderrechtsteams von terre des hommes machen wir bei verschiedenen Aktionen auf die Verletzungen von Kinderrechten aufmerksam. Wir wollen die Menschen zum Nachdenken anregen und ihnen aufzeigen, unter welchen Lebensbedingungen viele Kinder leben müssen“, erläutert Uhing – und ist auch gleich wieder beim diesjährigen Hauptthema, den ökologischen Kinderrechten. Diese würden als das Recht jedes Kindes definiert, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Es gehe dabei vor allem um die Auseinandersetzung mit Themen wie Klimawandel, Ressourcenschutz und Umweltverschmutzung, erklärt die 14-Jährige, die übrigens selbst bei der Präsentation der Stoffbanner in Rio de Janeiro mit von der Partie sein wird. Die Banner-Aktion biete Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen die Möglichkeit, selbst etwas für eine lebenswerte Zukunft zu tun und sich künstlerisch mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen.
„Jeder kann etwas tun und in seinem Leben einen Beitrag zur Rettung des Planeten leisten“, ist Uhing überzeugt. Auch die jungen Künstler der Albert-Schweitzer-Schule brachten ihre Botschaft für Rio deutlich zum Ausdruck. Fabienne und Paula bemalten ihre Banner mit einem malträtierten Erdball, einem ausgetrockneten Fluss und Kindersoldaten hinter Stacheldrahtzäunen. Lena und Ronja setzten die „gute, paradiesische Welt“ in Kontrast zur „schlechten, vergifteten und verseuchten“.

Ralf Joachim Kraft (BNN 01.03.2012)


terre des hommes open in Stuttgart/Vamos

Wie im vergangenen Jahr  fuhr unser Team  wieder zum jährlichen  „Vamos-Treffen“, einem Treffen zu dem alle Kinder- und Jugendteams aus ganz Deutschland eingeladen werden. Dieses Jahr fand es in der wunderschönen Hauptstadt von Baden-Württemberg statt, in Stuttgart. Doch dieses Jahr fand  parallel zu „Vamos“ eine, nur alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung statt: Tdh- Open.  Tdh-Open bietet den Projektpartnern und den Aktiven von terre des hommes  aus Ländern wie zum Beispiel Chile oder Indien die Möglichkeit sich auszutauschen und sich kennenzulernen.

Alles begann am 30. September. Wir kamen mit viel Sonne im Gepäck in Stuttgart an und wurden in einer sehr hübschen Jugendherberge untergebracht. Nach dem Einbeziehen der Zimmer genossen wir erst mal ein leckeres Abendessen  auf dem Balkon, mit Blick über die Stuttgarter  City. Danach gingen wir zur  Eröffnungsveranstaltung von tdh-Open, die in der Waldorfschule stattfand.  Am nächsten Tag dann, dem 1. Oktober  gingen wir schon früh morgens auf den Schlossplatz und halfen mit, die Bühne aufzubauen.  Mittags dann, traf Babara Schöneberger ein, die unsere Bühnenaktion zusammen Johanna Mayer und zwei anderen Jugendlichen aus Stuttgart moderierte. Auf der Bühne wurden Tanz und Musik dargeboten und wir informierten die Zuschauer anhand von lustigen Sketches über unsere Forderungen bezüglich des Schwerpunktthemas „Ökologische Kinderrechte“.

Um den Erfolg der Bühnenaktion zu feiern hatten wir abends die Möglichkeit, in den Wagenhallen uns von Michael Dikizeyeko & Band verzaubern zu lassen. Wir mussten dann leider schon um 22 Uhr los und nur noch alle über 18jährigen  konnten dann die Gruppen Volxtanz und Swim Bird Fly sehen.

Am nächsten und leider schon letzten Tag, fanden tolle Workshops statt in denen sich zum Beispiel Auslandsregionen von tdh vorstellten. Zum Abschluss des Wochenendes haben wir dann noch alle zusammen „yo tengo una pulguita“ , ein einfaches Kinderlied aus Südamerika, das allen übers Wochenende ans Herz gewachsen ist, gesungen.

GBUlabum hat unter anderem einen Film über tdh open und Vamos erstellt.