Von Copacabana nach Rio

Seit Ende Mai zieht eine internationale Theaterkarawane von Copacabana am Titikakasee in Bolivien  zur Copacabana in Rio de Janeiro, wo Ende Juni der UN-Nachhaltigkeitsgipfel stattfindet. Die Theaterkarawane macht halt an verschiedenen Orten, die zum Teil auch mit Umweltproblemen zu kämpfen haben. Vor Ort werden Theaterstücke aufgeführt, Diskussionen organisiert, Forderungen gesammelt. Mit dabei sind auch Francesca und Fabienne aus Deutschland. Momentan halten sie sich in Cochabamba, Bolivien auf. Von ihren Eindrücken erzählen die beiden in einem Blog.

Francesca und Fabienne zusammen mit südamerikanischen Teilnehmenden der Theaterkarawane, die zum Rio+20 Gipfel reist.

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Film über terre des hommes open und Vamos – eine GBUlabum Produktion

Dominik und Joshua von GBUlabum erstellen regelmäßig interessante Beiträge zu Musik und Kultur, so z.B. auch über die Veranstaltungen terre des hommes open und Vamos im September in Stuttgart. Die beiden sind, genau wie wir auch, bei terre des hommes mit zahlreichen Aktionen aktiv.

Es lohnt sich in jedem Fall, sich zu informieren, schauen Sie selbst:
Film über terre des hommes open und Vamos

Paula malt einen malträtierten Erdball Zum UN-Gipfel: Banner-Aktion von terre des hommes für ökologische Kinderrechte

Muggensturm. Im Juni dieses Jahres findet in Rio de Janeiro in Brasilien der UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung statt. Dazu hat das Kinderhilfswerk terre des hommes im Rahmen einer Kampagne zu den „ökologischen Kinderrechten“ eine Banner-Aktion mit dem Titel „Deine Botschaft für Rio“ gestartet.
Auch 49 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule in Muggensturm (4a und 4b) haben sich gestern Morgen daran beteiligt und dabei ihre Wünsche und Forderungen an die Politik künstlerisch zum Ausdruck gebracht. Die Idee einer Aktion an der Albert-Schweitzer-Schule stammte von dem in der Region ansässigen Kinderrechtsteam Nojoud. „Ich bin hier in die Grundschule gegangen“, berichtet Teamgründerin Sophie Uhing, die auch den Kontakt hergestellt hat. Zuerst erarbeiteten die Schüler zusammen mit dem achtköpfigen Nojoud-Team mit Begeisterung und Interesse das Thema „ökologische Kinderrechte“, bevor sie kreativ werden und ihre Gedanken, Ideen und Eindrücke mit Pinsel, Farbe, Schaffensfreude und Fantasie als Bildbotschaften auf die Stoffbanner aufmalen durften. Auf den Tüchern prangte oben in der linken Ecke ein kleines „gelbes Ortsschild“ mit dem Hinweis: „Kinder haften für ihre Eltern. Genug geredet – ökologische Kinderrechte achten!“. Bei der Aktion sollen in Deutschland rund 2500 bemalte Stoffbanner gesammelt werden, die auch bei lokalen Veranstaltungen gezeigt werden können, „aktuell sind es um die 1 000“, sagt Uhing. Eine Auswahl von etwa 500 Bannern werde zum Nachhaltigkeitsgipfel in Rio mitgenommen und dort von einer internationalen Kinder- und Jugenddelegation präsentiert, erzählt die 14-jährige Muggensturmerin, die derzeit die neunte Klasse des Tulla-Gymnasiums in Rastatt besucht. Im Februar 2009 gründete sie zusammen mit neun Freunden das Team Nojoud, das aktuell zwölf Mitglieder aus Rastatt und Umgebung im Alter von elf bis 15 Jahren zählt.

„Als eines von rund 30 bundesweit tätigen Kinderrechtsteams von terre des hommes machen wir bei verschiedenen Aktionen auf die Verletzungen von Kinderrechten aufmerksam. Wir wollen die Menschen zum Nachdenken anregen und ihnen aufzeigen, unter welchen Lebensbedingungen viele Kinder leben müssen“, erläutert Uhing – und ist auch gleich wieder beim diesjährigen Hauptthema, den ökologischen Kinderrechten. Diese würden als das Recht jedes Kindes definiert, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Es gehe dabei vor allem um die Auseinandersetzung mit Themen wie Klimawandel, Ressourcenschutz und Umweltverschmutzung, erklärt die 14-Jährige, die übrigens selbst bei der Präsentation der Stoffbanner in Rio de Janeiro mit von der Partie sein wird. Die Banner-Aktion biete Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen die Möglichkeit, selbst etwas für eine lebenswerte Zukunft zu tun und sich künstlerisch mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen.
„Jeder kann etwas tun und in seinem Leben einen Beitrag zur Rettung des Planeten leisten“, ist Uhing überzeugt. Auch die jungen Künstler der Albert-Schweitzer-Schule brachten ihre Botschaft für Rio deutlich zum Ausdruck. Fabienne und Paula bemalten ihre Banner mit einem malträtierten Erdball, einem ausgetrockneten Fluss und Kindersoldaten hinter Stacheldrahtzäunen. Lena und Ronja setzten die „gute, paradiesische Welt“ in Kontrast zur „schlechten, vergifteten und verseuchten“.

Ralf Joachim Kraft (BNN 01.03.2012)


Straßenkind für einen Tag 2011

Straßenkind für einen Tag ist eine von terre des hommes ausgerufene Aktion, die jedes Jahr von Kinderrechtsteams aus ganz Deutschland  veranstaltet wird. Das Ziel dabei ist es,  Spenden für Straßenkinderprojekte von terre des hommes zu sammeln und die Leute über Straßenkinder zu informieren. Dazu schlüpfen Kinder und Jugendlich in die Rolle eines Straßenkindes, putzen  Schuhe, waschen Autos oder verkaufen Sachen über einen Bauchladen.
Wie in den beiden Jahren zuvor, haben wir teilgenommen und einen Infostand organisiert. Außerdem haben wir noch Freundschaftsbändchen, unsere selbstgeschriebene Zeitung sowie andere Kleinigkeiten gegen eine Spende abgegeben.
Obwohl es anfangs nicht sehr gut aussah, konnten wir gegen Ende 200€ an Spenden verbuchen, die nun der Fundacion La Paz zu Gute kommen, einem Projekt in Bolivien , das sich um die Schulausbildung von Straßenkindern kümmert.

Hier nun noch einige Eindrücke von unserer Aktion 2011:


Basar mit Kunstmarkt

Am 13. November 2011 präsentierten wir uns als Kinderrechtsteam Nojoud auf dem alljährlichen Herbstbasar der „Terre des hommes“ Murgtalgruppe in Kuppenheim. Wir hatten einen kleinen Flohmarkt organisiert und verkauften einige Kleinigkeiten, darunter Schlüsselanhänger und Tischläufer, aus einem Projekt in Burkina Faso. Dieses wird zwar nicht von Terre des hommes unterstützt, ermöglicht aber Schulkinder ein Mittagessen und finanziert dazu noch ein Waisenhaus. Außerdem sammelten wir rote Handabdrücke gegen den Einsatz von Kindersoldaten, wovon wir dieses Mal über zwanzig zusammen bekamen. Insgesamt sammelten wir 320 € an Spenden.

Vom Sprecher der Murgtalgruppe Heinz Wolf bekamen wir das Buch „New Generation“ überreicht. Das Buch wurde von Jugendlichen der HLA Gaggenau geschrieben und vereint verschiedene Kurzgeschichten der Schüler. Ein Teil des Bucherlöses spendeten die Jugendlichen an die tdh Murgtalgruppe.


Treffen des Internationalen Jugendnetzwerkes

„Yo tengo una pulgita“  (span.: ich habe einen Floh) hieß es immer wieder während dem 1. Treffen des internationalen Jugendnetzwerkes, bei dem auch zwei aus unserem Kinderrechtsteam dabei waren. Doch keine Angst, das heißt jetzt nicht, dass wir eine Flohplage hatten, nein, es ist ein Sprechspiel, bei welchem einer diesen Satz sagt und dann nach vorgegebenen Muster fortfährt, sodass immer wieder jemand anderes an der Reihe ist.

Dieses „Spiel“ zeigt, so finden wir, dass sich Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern mit den unterschiedlichsten Sprachen verstehen können und Spaß haben, so wie es auch während den fünf Tagen, die wir im September in Bad Iburg zusammenverbrachten, der Fall war.

Extra angereist waren über 20 Jugendliche aus 12 verschiedenen Ländern, darunter Kolumbien, Chile, Südafrika, Indien oder auch Deutschland. Auf dem Programmpunkt stand auch die Vorstellung der einzelnen Regionen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass es für Dada, die Teilnehmerin aus Thailand, ziemlich schwierig war die thailändische Staatsbürgerschaft zu erhalten, da ihre Eltern aus Burma geflohen waren. Ohne Staatsbürgerschaft hat man aber Schwierigkeiten seine Rechte einzufordern. Zum Glück hat Dada aber die thailändische Staatsbürgerschaft vor ein paar Jahren erhalten.

Natürlich sollten während dem Treffen auch die verschiedenen Kulturen nicht zu kurz kommen, deshalb wurde auch ein kultureller Abend veranstaltet, zu dem jeder Spezialitäten aus seinem Land mitgebracht hatte, traditionelle Tänze aufgeführt und Lieder gesungen wurden.

Ein weiteres Highlight war unter anderem der Besuch des Klimahauses in Bremerhaven, da das schließlich aktuell ziemlich gut zu unserem Thema ökologische Kinderrechte passte.  Anschließend fuhren wir sogar weiter bis nach Dorum, um unseren Gästen noch einen „typischen“ Lebensraum zu zeigen den es sonst so nur in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gibt  – das Wattenmeer.

Im Laufe der Woche hatten wir dann immer wieder auch die Möglichkeit uns Gedanken über unsere weitere Vorgehensweise zu machen. So haben wir nun ein Forum, über welches wir uns austauschen können, außerdem werden wir die Aktion „Meine Idee für Rio“ international durchführen. Wir haben ebenfalls ein Video für den Global Action Day“, den 3. Dezember in Südafrika gedreht. An diesem Tag finden Protestveranstaltungen vieler Organisationen, darunter auch terre des hommes-Partner, anlässlich der Klimakonferenz in Durban statt. Es werden große Firmen zusammen über die Nachhaltigkeitsfrage diskutieren. Mit unserem Video möchten wir unsere Forderungen zu einer nachhaltigen Umweltpolitik miteinbringen.

Über das Netzwerk wollen wir gemeinsam Aktionen entwickeln, um diese dann international umzusetzen.

Unser Ziel, welches wir uns fürs erste gesetzt haben, ist die Einbringung unserer Forderungen während der UN-Nachhaltigkeitskonferenz in Rio de Janeiro im Juni 2012. Dazu soll auch eine internationale Jugenddelegation hinreisen und unser Netzwerk vertreten.

Um noch einmal zum Treffen zurückzukommen, da wir der Meinung waren, dass man ein Land und deren Kultur besser verstehen und kennenlernen kann, wenn man mal den Alltag miterlebt, luden wir deutschen Teilnehmer, die internationalen Gäste zu uns nach Hause ein. So kam es, dass auch wir vom Kinderrechtsteam Nojoud den 17-jährigen Gonzalo aus Chile für zwei Tage zu Gast hatten. Wir haben ihn mitgenommen in die Schule und haben ihm Rastatt gezeigt. Anschließend fuhren wir gemeinsam nach Stuttgart zu tdh-open und Vamos, dem Kinderrechtsteam Treffen.

Leider war das Treffen nach knapp 1 ½ Wochen auch schon wieder vorbei. Nun, da alle wieder bei sich zu Hause sind, hoffen wir, dass wir unsere Ziele, die wir uns gesetzt haben auch erreichen und uns eines Tages auch mal wiedersehen!


terre des hommes open in Stuttgart/Vamos

Wie im vergangenen Jahr  fuhr unser Team  wieder zum jährlichen  „Vamos-Treffen“, einem Treffen zu dem alle Kinder- und Jugendteams aus ganz Deutschland eingeladen werden. Dieses Jahr fand es in der wunderschönen Hauptstadt von Baden-Württemberg statt, in Stuttgart. Doch dieses Jahr fand  parallel zu „Vamos“ eine, nur alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung statt: Tdh- Open.  Tdh-Open bietet den Projektpartnern und den Aktiven von terre des hommes  aus Ländern wie zum Beispiel Chile oder Indien die Möglichkeit sich auszutauschen und sich kennenzulernen.

Alles begann am 30. September. Wir kamen mit viel Sonne im Gepäck in Stuttgart an und wurden in einer sehr hübschen Jugendherberge untergebracht. Nach dem Einbeziehen der Zimmer genossen wir erst mal ein leckeres Abendessen  auf dem Balkon, mit Blick über die Stuttgarter  City. Danach gingen wir zur  Eröffnungsveranstaltung von tdh-Open, die in der Waldorfschule stattfand.  Am nächsten Tag dann, dem 1. Oktober  gingen wir schon früh morgens auf den Schlossplatz und halfen mit, die Bühne aufzubauen.  Mittags dann, traf Babara Schöneberger ein, die unsere Bühnenaktion zusammen Johanna Mayer und zwei anderen Jugendlichen aus Stuttgart moderierte. Auf der Bühne wurden Tanz und Musik dargeboten und wir informierten die Zuschauer anhand von lustigen Sketches über unsere Forderungen bezüglich des Schwerpunktthemas „Ökologische Kinderrechte“.

Um den Erfolg der Bühnenaktion zu feiern hatten wir abends die Möglichkeit, in den Wagenhallen uns von Michael Dikizeyeko & Band verzaubern zu lassen. Wir mussten dann leider schon um 22 Uhr los und nur noch alle über 18jährigen  konnten dann die Gruppen Volxtanz und Swim Bird Fly sehen.

Am nächsten und leider schon letzten Tag, fanden tolle Workshops statt in denen sich zum Beispiel Auslandsregionen von tdh vorstellten. Zum Abschluss des Wochenendes haben wir dann noch alle zusammen „yo tengo una pulguita“ , ein einfaches Kinderlied aus Südamerika, das allen übers Wochenende ans Herz gewachsen ist, gesungen.

GBUlabum hat unter anderem einen Film über tdh open und Vamos erstellt.